Am letzten Mittwoch war es wieder soweit. Berliner Hundehalter konnten Zeuge werden, wie ihre Hunde im Fernsehen wieder mal zu Beiß- und Scheißmaschinen mutierten. Der rbb zeigte eine Reportage von Elle Langer (Pimento Medienproduktions GmbH) über einen vermeintlichen „Hundekrieg in Berlin“.
Die „Dokumentation“ sowie dessen Ankündigung suggerierten, in Berlin gibt es einen Krieg zwischen Hundehaltern und Nichthundehaltern. Jeder der keinen Hund hat, muß ein Hundehasser sein. Der Grunewald wird als Europas größtes Hundeklo dargestellt. Und Kinder leben in ständiger Bedrohung, von frei laufenden Hunden zerfleischt zu werden. Diesen Tenor lieferten Berlins oberste Hunde-Psychopathen Andreas Constien (Revierförster im Grunewald) und Dieter Hertwig (Sprecher der Elterninitiative im Schöneberger Cheruskerpark).
Exemplarisch wurden die vermeintlichen Probleme mit Hunden am Grunewald und am Cheruskerpark fest gemacht. Laut Förster Constien verunreinigen und verunstalten die Hunde den Grunewald. Am liebsten sähe er deshalb Hunde aus dem Wald verbannt. Beinahe wäre es ihm 2003 auch gelungen (siehe: Grundwaldtheater 1. Akt, 2. Akt, 3. Akt, 4. Akt, usw.). Elternsprecher Hertwig hat durch politischen Druck ein Hundeverbot im Schöneberger Cheruskerpark erwirkt (siehe: Bald Hundeverbot im Cheruskerpark?, Cheruskerpark für Alle!, Hundefreie Zone im Cheruskerpark).
Statt zu analysieren und zu differenzieren, stellte der Film jedoch die Hundehaltung lediglich in seinen Extremen vor. Diese Tatsache wurde schon von Berliner Hundeinitiativen und Vereinen erkannt, als Elle Langer auf der Suche nach „Konfliktpotential“ war. Die erfahrenen Vertreter der Hundelobby lehnten jedoch eine Zusammenarbeit mit Pimento und dem rbb vorausschauend ab. Nur der Verein Inselhunde Schöneberg e. V. ließ sich darauf ein. Mit dem Effekt, daß sie nun die Buhmänner sind und Zielscheibe für die feindseligen Argumente in dem Film wurden.
Vieles wurde gar nicht erst erwähnt. Z. B. daß mit der Ausgrenzung der Hunde aus Grünanlagen auch immer ein „Betreten Verboten“ für Menschen einhergeht. Und dann war da noch der arme Baum, der am Grundewaldsee von Hunden ausgegraben wurde. Das im Cheruskerpark demnächst 25 von 130 Bäume von Menschen gefällt werden, einfach so, zur Verschönerung, wurde auch nicht erwähnt.
Im Film wurde auch ein Rehkitz gezeigt, daß von einem Hund (nicht von den Hunden, wie suggeriert wurde) im Grunewald angefallen wurde. Zweifellos ein trauriger Zwischenfall. Man darf jedoch nicht vergessen, daß die Förster eine Mitschuld an dem Tod des Kitzes hatten. Seit Jahren füttern sie das Wild im Wald an, damit es bequemer bejagt werden kann und damit es trotz des Jagddrucks und der vielen Waldbesucher nicht scheu wird. Und so ließ es sich der Jäger auch nicht nehmen, daß verletzte Kitz – statt es medizinisch behandeln zu lassen – gleich zu erschießen.
Wenn es nur die Hundehasser wären, die den Hundefreunden das Leben schwer machen würden, wäre es nicht so schlimm – so viele Hundehasser gibt es nämlich gar nicht. Viel schlimmer für die Hundehalter ist die Dummschwätzerei in den Medien (die dann von profilbeschränkten Politikern sinnbefreit nachgeplappert wird). Erst kürzlich sorgte ein Artikel in der Zeitschrift Zitty („Der beste Feind des Menschen“) für Aufregung unter den Hundefreunden. Derartige journalistische Ergüsse basieren jedoch nicht auf einem Mangel an Gehirn bei den Redakteuren. Im Gegenteil: Je mehr sich die Meschen über derartige Artikel aufregen, desto mehr freut sich die Redaktion. Je kontroverser der Stoff – desto höher die Quote oder Auflage. Das dieses auf Kosten der Hunde geht, interessiert natürlich die Produzenten nicht. Sie haben ihren Job getan und eine Story gut verkauft.
Eines jedoch zeigte der Film sehr eindrucksvoll: Mit Haß und Vorurteilen kommt man weiter in der Gesellschaft. Die Kinder der Schöneberger Elterninitiative werden ihren Eltern sicher einmal sehr dankbar sein.
Von: Chr. Buchhol (29.06.2006 13:53:23 Uhr)
E-Mail: Finkenwerder@t-online.de
Hier nehmen scheinbar nur Hundebesitzer Stellung.
Ich jedenfalls kann das nur bestätigen, wie
rücksichtslos Hundehalter am Schlachtensee ihre
Hunde zwischen Kleinkindern im Wasser abden
lassen. Warum gibt es keine Hundekloos am
Schlachtensee. Bei manchen Wetterlagen ist der
Gestank kaum auszuhalten. Christian Buchholz
Von: A. Krüger (16.06.2006 04:59:28 Uhr)
E-Mail: angelique-berlin@gmx.de
Hallo Herr Zörner,
ich gebe ihnen vollkommen Recht. Ich habe diese Reportage ebenfalls verfolgt und wurde dazu selbst interviewt im Grunewald, bezüglich der Hunde die angeblich durchs Buddeln die Bäume zum Stürzen bringen. Im Interview selbst, fragte ich ihn während der angeheizten Konversation in Gegenwart des Kamerateams, ob nicht die Füchse im Wald genauso Löcher und Tunnel graben?! Plötzlich stotterte der Revierförster nur noch und ein klägliches JA erschien aus seinem Munde. Er konnte kein standfestes Argument bringen und wurde immer kleiner. Aber wie hätte es anders sein können - diese Szenen wurden selbstverständlich gecuttet und wurde nicht ausgestrahlt. Übrig blieben nur noch ein paar Sekunden des Anfangs, wie er uns selbstsicher auf einen buddelnden Hund ansprach.
Meine Erfahrungen mit dem Förster waren eher lustig, denn es war ein leichtes ihn an die Wand zu reden.
Die Sache mit dem Rehkitz ist nicht einfach zu glauben. Und welch ein Zufall, dass plötzlich zu den Drehzeiten ein verletztes, aber nicht totes Rehkitz, auch noch gefunden wird. Kleines Babyreh, niedlig und süß, perfekter Sympathieträger, verletzt, aber nicht tot, muss vor der Kamera erschossen werden. Mmmh ... ich will niemanden etwas unterstellen, aber perfekter hätte es nicht passen können.
Da kann man nur noch den Kopf schütteln. Die Leute werden damit ungeheuer auf die Hundehalter gehetzt. Warum???
Von: andreasic (03.05.2006 23:41:35 Uhr)
E-Mail: andreasic@web.de
Teirquälerei ist für den Förster legitim, nach 4 Stunden war das TV-Team zu Aufnahmen vor Ort, Staatsanwalt und Jagdbehörde von Berlin haben das Verfahren ohne Wirkung eingestellt.
Von: arnold (21.02.2006 19:11:24 Uhr)
E-Mail: arnold.huelsbeck@t-online.de
Ja das ist typich für solche Beamte.
Gib mir Macht und ich werde Mächtig
Von: ITZIK (30.10.2005 09:08:26 Uhr)
E-Mail: andreasic@web.de
Anzeige wegen Tierquälerei an einem Reh gegen den Revierförster Andreas Constien im Grunewald-Dachberg
„Die 30-minütige Reportage der Filmemacherin Elle Langer zeigt den „Hundekrieg in Berlin bewusst aus zwei Blickwinkeln. Im Vordergrund steht der Revierförster Andreas Constien, der im täglichen Kampf für den Erhalt des Waldes die Probleme zwischen Hundefreunden und Hundegegnern am „Schlachtfeld.“
In der Sendung des RBB TV am 28.909.2005 führt er ein verletztes Tier vor, welchem vermutlich keiner medizinischen Versorgung zur Linderung des Schmerzes zugeführt wurde, aber vor der Kamera unter tränenverzerrtem Gesichtsausdruck der tödliche Gnadenschuß verabreicht wurde. Wie lange musste dieses Tier die Qualen ertragen – bis eine Kamera zur Stelle war?
Mir ist bekannt, dass bei Sauhatzen der Jägerschaft z.T. keine Nachsuchen auf angeschossenes Wild zum Auffinden folgen. In den letzten Jahren kam es des öfteren vor, solche verwundete Tiere hatten an Folgetagen Mensch und Hunde im Hundeauslaufgebiet attackiert – was der Grünrock zum Anlaß nahm, die Hundebesitzer vetrantwortlich zu machen, sie würden Köter auf das ruhende Wild hetzen und er müsste dann mit der Waffe dem traurigen Spiel ein Ende setzen.
Herr Constien ist keinesfalls eine Heulsuse, die Schmerz am Tier nicht ertagen kann. Zahlreiche Beispiele und Bürgeranzeigen belegen, wie zu oft diese Amtsperson die Wahrheit auf den Kopf gestellt verhunzt.
Von: Bernd Nick (12.10.2005 16:58:10 Uhr)
E-Mail: dienicks@gmx.net
Hi Guido,
grundsätzlich ein vernünftiger Bericht.
Eines stört mich aber! Und nicht nur, weil Du damit auch meine Frau Marion (die 1.Vorsitzende des Vereins) "angreifst".
Deine Darstellung zu den Inselhunden-Schöneberg ist aber nicht sonderlich fair.
Es entsteht der Eindruck, gewollt oder nicht, dass die "Blöden/Ahnungslosen" von dem Verein "Inselhunde-Schöneberg" durch ihre Mitarbeit an dem Beitrag etwas Negatives für die Sache bewirkt hätten.
Du solltest es besser wissen.
Natürlich wurden Extreme gezeigt, doch ich finde, dass das Auftreten sachlich, vernünftig und, in puncto Hundehalter, einen durchweg positiven Eindruck vermittelnd war.
Gruß
Bernd
Von: Florian Geyer (12.06.2007 um 00:34 Uhr)
Wer andere als Psychopathen bezeichnet,
will keine ernsthafte Diskussion führen.
Dieses Land kann sehr gut ohne Hunde zurechtkommen, aber nicht ohne Kinder.
Das ist der Punkt.
Ich möchte mal die Hundehalter erleben, wenn ich denen vor die Nase defäkiere, wie es deren Lieblinge ungeniert tun.
Von: Andreasic (12.02.2008 um 12:17 Uhr)
E-Mail: andreasic@web.de
Das filmteam ist des öffteren beim Förster Andreas Constien zum Wildschmaus und findet seine Argumente sendenswert, auch wenn das alles mit Tierqäulerei verbunden ist. Ich habe A.C. auch schon angezeigt, und mit falschen Aussagen konnte er sich vor der Staatsanwaltschaft aus der Schlinge der Verantwortung ziehen. Ich bin immer wachsam, irgendwann kriegen wir den schon vor den Kadi und seine Mitwisser werden sich schnell von ihm distanzieren!!
Von: charlotte (18.04.2009 um 07:52 Uhr)
E-Mail: diekuhmachtmuh@gmx.net
Ich bin durch Zufall auf diese Seite gestoßen und finde es immer wieder interessant, wieviel Ahnungslose sich im Netzt herumtollen und nicht müde werden ihre Ahnungslosigkeit kund zu tun...
Nur als kleines Beispiel: Wenn man ein verletztes Wildtier auffindet und man davon ausgehen kann, (ein Förster kann das, er ist vor dem Gestz eine "kundige Person" und für so etwas ausgebildet) dass das Tier auch mit Behandlung nicht wieder vollständig hergestellt werden kann und auch nicht in der Lage sein wird sich allein in seiner ursprüngichen Umgebung zurechtzufinden und zu versorgen ist eine Behandlung laut Naturschutzgesetz nicht zulässig! Ein Rehkitz, was aufgesammelt wir, wird zahm. Auch das ist im Sinne des Gestzes gleichzusetzen mit einem "nicht mehr selbständig sein". Der Förster hätte das verletzte Tier selbverständlich auch zu einen Tierarzt bringen können (er kennt nämlich genug) aber es ist durchaus als ethischer anzusehen, dieses Tier so schnell wie möglich von seinen Leiden zu erlösen.
Von: Andreas Großmann (23.04.2011 um 01:13 Uhr)
E-Mail: andreasic@web.de
Und warum hat Berliner Forsten eigene Gesetze und mißachtet das eutsche Jagdgesetz. Constien, Kilz und der vom Eichkamp sollten ihre Waffen abgeben und ihren Dienst quittieren!
Von: Angélique (01.07.2006 21:33:53 Uhr)
Hallo Christian,
Hundetoiletten :-) ???
... du Witzbold !
Lieben Gruß Angélique