Erstmalig geht in Deutschland eine bundesweit einheitliche Tierschutz-Notruf-Nummer ins Netz.
Es gibt in der Bundesrepublik eine einheitliche Frauennotrufnummer, das Kindersorgentelefon und natürlich die regional geleiteten bundeseinheitlichen Notrufe der Polizei und Feuerwehr. Nur wie verhält es sich in Notfällen, bei denen es um Tiere geht?
Für Tiere in Not gab es bis dato keine einheitliche regional geleitete Telefonnummer in der Bundesrepublik. Tierfreundliche und tierliebende Bürger versuchen oft verzweifelt und vergeblich auch nach Feierabend und an Wochenenden, Hilfe zu finden. Ob es darum geht, was zu tun ist, wenn z. B. eine verletzte Katze an der Straße liegt, ein Vogel aus dem Nest gefallen ist, eine anscheinende Tierquälerei oder unsachgemäße Tierhaltung beobachtet wurde, Fledermäuse plötzlich im Schlafzimmer sich verirren, oder schlichtweg in den Nachtstunden die Telefonnummer des nächsten tierärztlichen Bereitschaftsdienstes benötigt wird - wo kann der Rat suchenden Bürger Hilfe und Unterstützung bekommen? Was kann er tun, wenn ein Tier in Not ist?
Aus dem ganzen Bundesgebiet haben sich mehrere gemeinnützige, ehrenamtliche Tierschutzvereine, Initiativen und Privatleute, die in verschiedenen Gebieten über Deutschland verteilt ansässig und jahrelang kompetent tätig sind, zu einem Netzwerk zusammengeschlossen, um genau dieses Problem anzugehen.
So entstand die Idee eines bundesweit einheitlichen Tierschutz-Notrufes mit regionaler Umleitung. Je nach dem, aus welcher Region bzw. Bundesland der Anrufer kommt, wird er automatisch zu dem regionalen Netzwerkpartner weiter verbunden.
Der Tierschutz-Notruf e. V., Schleswig-Holstein, stellt seine bisherige, seit acht Jahren existierende und stark frequentierte Notrufnummer (0700-58585810) unentgeltlich zur Verfügung, da diese Tierschutz-Notruf-Nummer bereits bekannt und auch in den Gelben Seiten der Telefonbücher, sowie in einigen Zeitungen unter der Rubrik „Notrufe“ zu finden ist.
Alle regionalen Kooperationspartner des Netzwerks sind eigenständige Partner, die die Einrichtung der gemeinsamen bundesweit einheitlichen Tierschutz-Notruf-Nummer mit regionaler Umleitung ohne Mehrkosten für die Anrufenden in deren örtliche Nähe als längst fälligen Schritt sehen und die sich dadurch mehr Hilfe für Rat suchende Tierfreunde und Tiere in Not und insgesamt einen erheblichen Fortschritt im Tierschutz versprechen. Mittelfristig ist geplant, das Netz der Bündnispartner zu erweitern, bzw. enger zu knüpfen.
Alle Netzwerkpartner arbeiten unentgeltlich, ehrenamtlich und gemeinnützig ohne öffentliche Zuschüsse und sind Verbandsunabhängig. Um Folgekosten, wie z. B. Tierarztkosten für verletzte herrenlose Tiere oder Futterkosten, Pflegestellenunterbringung, mögliche juristische Verfolgungen von Vergehen gegen das Tierschutzgesetz usw. zu finanzieren, bitten die Partnervereine um Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger!
Die Berliner Notrufgruppe wird sich in Kürze auf Hunde in Berlin vorstellen. Wer Interesse hat, an dem Projekt mitzuarbeiten kann sich an die Redaktion von Hunde in Berlin wenden.
Die Bundesweite Tierschutz-Nutruf Nummer:
0700 – 58 58 58 10
(12 Cent/min)