Nachdem in der vergangenen Woche die Bezirksverordneten in Tempelhof-Schöneberg entschieden haben, ist es nun traurige Gewißheit: Mit großer Mehrheit der Fraktionen (außer der FDP) wird der große, südliche Teil des Parks für Hunde gesperrt.
Dem Beschluß in der BVV vorausgegangen, ist seit Dezember 2004 eine ganze Reihe von Ereignissen. Nach bekannt werden der Pläne zur Sperrung des Parks, gründete sich die Initiative „Cheruskerpark für Alle“. Die Hundefreunde entwickelten dabei sehr viel Engagement für Ihren Kiez. Neben einer massiven Präsenz auf diversen Ausschußsitzungen veranstalteten die Hundefreunde Mitte Mai eine große Aufräumaktion im Cheruskerpark (siehe Foto oben), bei dem sogar der Stadtrat Gerhard Lawrentz (CDU, Foto unten links) entgegen seinem früheren Kurs einige nette Worte für die Hundehalter fand. Im Dezember meinte derselbige noch, daß jede Fläche für Hunde eine verlorene Fläche für den Menschen sei. Auf der letzten Sitzung des Hauptausschusses bot er den anwesenden Hundehaltern dagegen ein Ausweichgelände am Tempelhofer Weg an.
Das Ergebnis aller Bemühungen war, daß nicht der ganze Park für Hunde gesperrt wird, sondern „nur“ der südliche Teil.
Außerdem haben sie erreicht, daß ein Gelände in der Nähe des Cheruskerparks als Hundespielplatz zumindest im Gespräch ist. Herr über das Grundstück im Tempelhofer Weg ist das Amt für Liegenschaften. Unter Vorsitz von Bezirksbürgermeister Ekkehard Band (SPD), muß das Amt in Kürze zwischen den Hundehaltern und dem „Tannenparadies“ als Bewerber entscheiden.
Um bei den Verhandlungen Entschiedenheit zu demonstrieren und um ggf. später als seriöser Partner gegenüber dem Bezirk aufzutreten, haben sich die Mitglieder der Initiative „Cheruskerpark für Alle“ nun zu einem Verein mit dem Namen „Inselhunde Schöneberg“ zusammengeschlossen. Nach dem Vorbild der Hundefreunde Friedrichshain e. V. und ihrem Hundeplatz in der Revaler Straße planen die Schöneberger ebenfalls einen Hundeplatz in Selbstverwaltung zu betreiben.
Doch das eigentliche Problem des Hundeverbotes bleibt dennoch bestehen. Wer in Zukunft mit seinem Hund in dem Park spazieren gehen will, kann nur vom nördlichen Eingang den Park betreten und in eine Sackgasse laufen. Denn auf beiden Seiten sind Zäune (mit Häuser dahinter auf der westlichen Seite und dem GASAG Gelände auf der östlichen Seite). Und der südliche Teil ist ja gesperrt. Wer nördlich des Cheruskerparks wohnt (z. B. in der Kolonnenstr.), hat nun (mit Hund) keine Möglichkeit mehr, auf kurzem Weg zum S-Bahnhof Schöneberg zu gelangen. Ein Umstand, dem einige Schöneberger Hundehalter nicht auf sich beruhen lassen werden.
Weitere Planungen des Bezirks im Cheruskerpark sehen vor, die Abgrenzung auf der Seite der Häuser der unmittelbaren Anwohner in Richtung Park zu verschieben. Damit soll den Anwohnern die Möglichkeit gegeben werden, einen Teil des Parks nach eigenen Wünschen zu gestalten. Es wird abzuwarten bleiben, ob die Bewohner damit langfristig Freude haben werden. Denn die eine Gruppe Menschen darf nicht mehr in den Park, die andere Gruppe darf dort machen was sie will.
Den Grünen im Bezirk ging dieser Beschluß jedoch noch nicht weit genug. In der Rede des Grünen Abgeordneten Jörn Oltmann sähen die Grünen am liebsten den ganzen Bezirk hundefrei (O-ton: „das kann erst der Anfang sein“). Das letzte Wort ist daher im Kiez noch nicht gesprochen.
Quelle und weitere Informationen: Inselhunde Schöneberg
Von: wuffer (06.08.2005 00:03:18 Uhr)
Ich finde diese ganzen Hetzereien und Diffamierungen gegen Hunde, die seit Jahren laufen, furchtbar. Neben Kampfhund-Verordnungen gehören die Einschränkungen ihrer Bewegungsräume auch dazu. Gerade ältere, kranke und ärmere Menschen sind auf Wege in der Nähe angewiesen. Aber vielleicht soll Tierhaltung zukünftig nur etwas für sozial Stärkere sein.
Von: hundeschulebigpawsberlin (10.07.2005 23:06:17 Uhr)
E-Mail: vigi@yahoo.de
Ich verstehe das Problem nicht!!!Wer der Meinung ist ein Parkspaziergang reicht für einen Hund aus,hat doch eh noch nicht nachgedacht!Ein Hund braucht jeden Tag RICHTIGEN Auslauf.Wald,Wiesen,Felder.Die Berliner Auslaufgebiete sind größtenteils auch mit den Öffentlichen zu erreichen und wer nun wieder jammert,daß es im Ostteil keine/zu Wenige gibt...das ist doch nicht erst seit gestern so!Das sollte man sich jawohl vor der Anschaffung des Hundes überlegt haben,dass man eben längere Anfahrtswege in Kauf nehmen muss!!!!Also-fahrt RICHTIG laufen mit Euren Hunden,dann gibt es keinen Stress mehr in den Parks.Ein umzäuntes Gebiet für Hunde im Park?Hilfe!!!Was versteht Ihr vom Bewegungsbedürfnis unserer Hunde!?!?Übrigens gibt es nicht nur den Grunewaldsee für Hunde.Die Auslauffläche Grunewald,Schlachtensee,Krumme Lanke,Hundekehlesee etc. ist riesengroß.Stundenlange(einsame)Spaziergänge locker möglich!Eben mal sachkundig machen!Nicht nur meckern!
Von: Wau (03.07.2005 14:26:25 Uhr)
Der Mann ist ein elender Hetzer und leidet unter Verfolgungswahn ... leider hat er ein Mandat. Das hat man nun vom grünwählen.
Von: Marion (07.06.2005 13:11:09 Uhr)
E-Mail: dieNicks@gmx.net
Ich habe gerade auf unserer "alten" Internetseite im Forum die Komentare von Herrn Oltmann gelesen. Er scheint keine Anwohner zu finden, die den unteren Teil des Parks bewirtschaften wollen und will uns das in die Schuhe schieben. Angeblich wegen diverser Spekulationen in unserem Forum. Sehr interessant ;-))
Von: dogland (07.09.2005 21:19:13 Uhr)
E-Mail: lapardia@hotmail.com
Man kann sich nur wundern über die Gattung Mensch. Sein Anspruch auf den Königsthron wird ihm über kurz oder lang zum Verhängnis werden. Erst war es der Wolf, jetzt ist es der Hund, demnächst sind es die Vögel - weil sie auf die Autos kacken ... Soll man lachen oder weinen?