Übesicht

Cheruskerpark für Alle!

Veröffentlicht: 06.02.2005 um 23:44:39 Uhr
Autor: Guido Zörner

Am letzten Sonntag hat sich in Schöneberg die Initiative „Cheruskerpark für Alle“ gegründet. Rund 60 Hundehalter haben sich zusammengefunden, um etwas gegen die immer noch drohende Schließung des Parks zu unternehmen.

„Unbestritten bleibt, daß es schöner wäre, viele und größere Parks für die Bewohner der Insel zur Verfügung zu haben. Dies ist aber durch die bestehende Bebauung momentan nicht gegeben. So sollten wir den ‚Kuchen‘ so verteilen, daß möglichst vielen Interessen genüge getan wird“, heißt es in dem Positionspapier der Initiative. Die Initiative hat Möglichkeiten entworfen, damit alle Anwohner und Parknutzer gleichberechtigt nebeneinander leben können.

Fakt ist, ein Hundeverbot ist die weitreichendste Form, um gegen vermeintliche Belästigungen und Verschmutzung vorzugehen. Solange nicht mit allen betroffenen Gruppen über die Probleme gesprochen wurde, zeugt ein generelles Hundeverbot immer von mangelndem Willen, Probleme da zu lösen wo sie entstehen. Dabei würden konsolidierende Maßnahmen für alle Betroffenen die meisten Vorteile bringen.

Das Bedürfnis der Hunde nach ausreichend Bewegung könnte durch einen Hundespielplatz gedeckt werden. Und bei der Sauberhaltung des Parks hat die Initiative bereits entsprechende Maßnahmen in die Wege geleitet.

Die nächsten Wochen werden zeigen, ob die Elterninitiative – die das Hundeverbot in der BVV forciert hat – ein Interesse hat, alle Parknutzer und Anwohner als gleichberechtigt anzusehen, oder ob Herr H. doch eher persönliche Interessen verfolgt.

Leicht werden es die Hundefreunde nicht haben. Insbesondere die Grünen aber auch die SPD im Bezirk sehen die Hundehalter eher als etwas Minderwertiges an. Das zeigte sich besonders auf der Sitzung des letzten Hauptausschusses im Schöneberger Rathaus. Auf Antrag der FDP sollten im Kiez Tütenspender für Hundekot aufgestellt werden. Das einzige was Grüne und SPD für das Anliegen der (hundehaltenden) Bürger nach sauberen Straßen übrig hatten war blanker Hohn und Spott.

Am 10.2. wird um 17.00 Uhr der Natur- und Umweltausschuß ein weiteres Mal tagen. Die Initiative Cheruskerpark für Alle sowie viele interessierte Hundefreunde haben bereits angekündigt, bei der Sitzung im Schöneberger Rathaus dabei zu sein, um den Ausschußmitgliedern ihre Ideen vorzustellen. Aufgeben wollen die Schönbeberger ihren Parkt jedenfalls noch nicht.

Kontakte und weitere Informationen: www.cheruskerparkfueralle.de

Kommentare

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Von: hundeschulebigpawsberlin (10.07.2005 23:09:55 Uhr)
E-Mail: vigi97@yahoo.de

Ich verstehe das Problem nicht!!!Wer der Meinung ist ein Parkspaziergang reicht für einen Hund aus,hat doch eh noch nicht nachgedacht!Ein Hund braucht jeden Tag RICHTIGEN Auslauf.Wald,Wiesen,Felder.Die Berliner Auslaufgebiete sind größtenteils auch mit den Öffentlichen zu erreichen und wer nun wieder jammert,daß es im Ostteil keine/zu Wenige gibt...das ist doch nicht erst seit gestern so!Das sollte man sich jawohl vor der Anschaffung des Hundes überlegt haben,dass man eben längere Anfahrtswege in Kauf nehmen muss!!!!Also-fahrt RICHTIG laufen mit Euren Hunden,dann gibt es keinen Stress mehr in den Parks.Ein umzäuntes Gebiet für Hunde im Park?Hilfe!!!Was versteht Ihr vom Bewegungsbedürfnis unserer Hunde!?!?Übrigens gibt es nicht nur den Grunewaldsee für Hunde.Die Auslauffläche Grunewald,Schlachtensee,Krumme Lanke,Hundekehlesee etc. ist riesengroß.Stundenlange(einsame)Spaziergänge locker möglich!Eben mal sachkundig machen!Nicht nur meckern!

Von: Philipp (04.06.2005 16:16:57 Uhr)
E-Mail: nomail@samprotect.com

Hier muss unbedingt etwas passieren! Ich habe durchaus Verständnis für die Leinenpflicht und die Notwendigkeit zur Beiseitigung von "Hinterlassenschaften". Wenn man aber sieht das für ca 110 000 Hunde in Berlin nur 9 Nutzflächen in den Parks der Stadt zur Verfügung stehen und keinerlei Hundetoiletten existieren ist offensichtlich, dass es so nicht klappen kann. Es kann auch nicht sein, daß 100 000 Hundehalter sich täglich auf machen in den Gunewald :(

Von: Tatjana Pfandke (07.04.2005 16:50:23 Uhr)
E-Mail: sv-wortmann@versanet.de

Ich finde diese Idee einfach klasse, ich wohne in Spandau und habe seit Sonntag einen Staff- mix in Pflege und ärgere mich jeden Tag darüber abends noch mit dem Bus ins Hundeauslaufgebiet fahren zu müssen, wo doch gleich um die Ecke ein Park mit viel Platz vorhanden ist.mit einem Umzäunten Gebiet für Hunde währe doch wirklich jedem geholfen.

Von: Leonarde (13.02.2005 12:36:22 Uhr)
E-Mail: rollau@freenet.de

Hallöchen,ich bin Leonardo,bin 10 Jahre,wohne in der Gotenstr.Mir gefällt der Cheruskerpark sehr gut aber mit Hund noch viel besser.Weil Hund und Kind zusammen gehören,dann noch deswegen das Hunde auf Kinder aufpassen können.Also streitet euch doch nicht.

Von: Esther Beyer (09.02.2005 11:57:49 Uhr)
E-Mail: estherundfleck@ gmx.de

Ich möchte mich für ihren Artikel und die damit verbundene Ünterstützung bedanken! Es ist wichtig das offen gelegt wird, das eine Partei wie die "Grünen" und eine SPD für unser Anliegen und Bemühungen um Einigkeit nur Spott übrig hat. Liebe Grüße Esther und Fleck (Ini. Cheruskerpark)

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