In der vergangenen Woche tagte der Ausschuß für Natur und Umwelt der Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg. Der Ausschuß hat auf Antrag der Grünen mit den Stimmen von CDU, SPD und Grünen beschlossen, auf der nächsten Sitzung des Bezirksparlamentes ein Verbot für Hunde im Cheruskerpark durchzusetzen. Der Hintergrund ist, daß der Park allgemein in einem schlechten Zustand ist und die Rasenflächen teilweisen wegen Hunde verschmutzt sind. Das Bezirksamt will nun die Grünflächen erneuern und verstärkt pflegen. Eine Initiative hat vorgeschlagen, eine Rasenfläche für die Liegewiesennutzer einzuzäunen. „Mein Vorschlag lautet hingegen, eine Teilfläche des Parks für die Hunde einzuzäunen“, sagt Mirco Dragowski, Mitglied der FDP-Fraktion in Tempelhof-Schöneberg, gegenüber Hunde in Berlin. Denn wenn der Park für Hunde völlig gesperrt wird, bedeutet das auch eine Ausgrenzung für Hundehalter, die dann nicht einmal mehr mit einem angeleiten Hund den Park betreten dürfen.
In Friedrichshain hat das Hundeverbot schon Schule gemacht. Dort wurden der Boxhagenerplatz und der Traveplatz für Hunde gesperrt. Die Bemühungen der Hundefreunde Friedrichshain, daß das Bezirksamt alternative Ausweichflächen zur Verfügung stellt, blieben trotz Absichtserklärungen erfolglos.
Nun ist ein West-Bezirk an der Reihe. „Im Umfeld ist keine andere Grünanlage, die man mit den Hunden nutzen kann. Der Naturpark Schöneberger Südgelände ist bereits ein Hundeverbotsgebiet. Der Bedarf für eine Grünanlage — auch für Hunde — ist also vorhanden“, sagt Mirco Dragowski. Auch „mein Antrag, Tütchenspender aufzustellen, wurde von CDU und Grünen abgelehnt“. Jetzt könnte der Antrag der Liberalen, der im Januar auf der Tagesordnung stehen wird, das Schlimmste verhindern. Doch der Bezirksstadtrat Gerhard Lawrentz (CDU) hat sich schon sinngemäß dahingehend geäußert, daß jede Fläche für Hunde eine verlorene Fläche für den Menschen sei, und daß das Bezirksamt daher gegen Hundeauslaufgebiete sei.
Im Januar 2005 will die Bezirksverordnetenversammlung über das Hundeverbot und über den FDP Antrag entscheiden. Jetzt sind die Hundehalter im Kiez gefordert, ansonsten ist abzusehen, daß nach und nach ein Park nach dem Anderen geschlossen wird. Doch meisten Hundehaltern scheint das nicht zu stören.
Von: Sagnia/Janke (01.02.2005 14:50:40 Uhr)
E-Mail: Stadthund@gmx.de
Wir haben in Kreuzberg eine Initiative - STADTHUND - gegründet und sind sehr daran interessiert Kontakt zu anderen Initiativen oder Vereinen aufzunehmen, die für Hundespielwiesen oder Auslaufgebiete in der STADT und in den Parks kämpfen. Wir sind der Meinung, dass es nicht viel bringt, wenn jeder sein eigenes Süppchen kocht, wir müssen uns zusammentun, um etwas für unsrere Hunde zu erreichen. Wir sind der Meinung, es kann nicht angehen nur Steuern zu kassieren, Verbote auszusprechen, Kiezstreifen auf uns zu hetzen und Verwarnungsgelder zu kassieren, wo bleibt die Hundelobby???
Wir müssen uns stärker präsentieren, sonst sind eines Tages sämtliche Parks und Grünanlagen für Hunde gesperrt, das darf nicht sein.
Aber Polemik allein hilft uns auch nicht weiter, laßt uns Aktionen planen und ausführen.
Ein Feedback wäre nett, bis dann
Barbara und Christiane
Von: Christian Rehkopf (31.01.2005 14:22:44 Uhr)
E-Mail: Dont.bug@me.com
Alles Unsinn was die Wollen: 1. Kinder und Tiere darf kein Widerspruch sein, sondern gehört zusammen. 2. Hat der Cheruskerpark ganz andere Probleme als die Kacke (Dealer, Vandalen, mangelhafte Betreuung durch das Grünflächenamt) 3. ist das Wort "Park" ja wohl geprahlt! Es handelt sich um einen zugeschütteten überwachsenen Bahnhof, der als Abkürzung für Fußgänger zwischen S-Bahnhof Schöneberg und der Kolonnensrasse genutzt wird. Der Boden ist so steinig, das ich mein Kind da nicht spielen lasse - den Hunden ist das egal!
Von: Unbekannt (13.01.2005 17:02:32 Uhr)
E-Mail: nomail@please.org
Ich kann mich erinnern, dass die Gruenen in ihren Anfangsjahren als Öko-Nazis diffamiert wurden - vielleicht ist da ja was dran...
Von: Hundehalter ABT (11.01.2005 14:56:28 Uhr)
E-Mail: Miss.ABT@web.de
Es ist schon erstaunlich, dass gerade die Grünen, hinter dem Parteinamen vermutet man die Liebe zur Natur, diesen Antrag gestellt haben und unter SPD und CDU offensichtlich Zustimmung fanden. Denn in Zeiten deprimierender Entwicklungen im sozialen Umfeld, angesichts der Vereinsamung vieler Menschen, bleibt der Hund ein Freund des Menschen, der sicher allein durch seine Anwesenheit vor Depressionen bewahrte oder diese linderte. Diese Ansinnen von Hundeverboten stellt zudem eine Ausgrenzung in öffentlichen Bereichen eines nicht geringen Bevölkerungsteils dar, der mit 120,- Euro Hundesteuer jährlich, wofür eigentlich?, für zusätzliche Einnahmen der Stadt sorgt.
Ohnehin lassen die rechtlichen Bestimmungen eine artgerechte Haltung in dieser Stadt kaum mehr zu!
Es ist auf der anderen Seite sehr ärgerlich, dass offensichtlich verantwortungslose Halter, die ihre Hunde auf Wege und Wiesen koten lassen, ohne die Beseitigung vorzunehmen, hier eine Rechtfertigung für die politischen Hundehasser geliefert haben.
Von: Momo (11.01.2005 12:52:42 Uhr)
E-Mail: kadede_1999@yahoo.de
Im Cheruskerpark ist wg. giftiger Schadstoffe im Boden seit knapp zwei Jahren ein ehemaliges Basketballfeld gesperrt (das Schild ist mittlerweile herunter- und die Zäune umgefallen). Wenige Meter daneben spielen Kinder auf einem Spielplatz mit Blick auf das Gasometer... In diesem Park sind die Hunde und der Hundekot m.E. das geringste Problem. Zudem wurden im Viertel zahlreiche "Grünflächen" bereits für Hunde gesperrt.
Von: Högler (18.05.2007 um 20:03 Uhr)
liebe berliner,
kauft eure futtermittel und tierzubehörartikel VOR den toren berlins. fragt eure nachbarn, ob ihr futter mitbringen sollt..kauft im internet..macht sammelbestellungen. geht zu tierärzten ausserhalb berlins. nur so könnt ihr euch gehör verschaffen. hundebesitzer bescheren berlin (und deutschlandweit) jahr für jahr mehrere millionen euro steuergelder durch tierzubehör und futter. bleiben diese gelder aus, wird auch mit euch verhandelt werden und die belange der hundebesitzer beachtet werden und nicht nur die csu-und grünen-familienpolitik gehört werden. schliesst euch zusammen...kauft für die oma von nebenan mit ein...organisiert euch und trottelt nicht alleine durch die parks und lasst euch von wildgewordenen hundehassern diffamieren. es grenzt an faschismus, hundebesitzer mit ihren vierbeinern von grünflächen ausgrenzen zu wollen..wo bleibt denn da die demokratie?
högler aus hamburg
kein hundebesitzer aber ein verfechter von toleranz
Von: nichtnochmehrhundescheiße (03.08.2009 um 10:20 Uhr)
Hunde raus aus Berlin. Diese dummen und sabbernden Viecher kacken alles voll!
Von: Sagnia/Janke (01.02.2005 14:50:42 Uhr)
E-Mail: Stadthund@gmx.de
Wir haben in Kreuzberg eine Initiative - STADTHUND - gegründet und sind sehr daran interessiert Kontakt zu anderen Initiativen oder Vereinen aufzunehmen, die für Hundespielwiesen oder Auslaufgebiete in der STADT und in den Parks kämpfen. Wir sind der Meinung, dass es nicht viel bringt, wenn jeder sein eigenes Süppchen kocht, wir müssen uns zusammentun, um etwas für unsrere Hunde zu erreichen. Wir sind der Meinung, es kann nicht angehen nur Steuern zu kassieren, Verbote auszusprechen, Kiezstreifen auf uns zu hetzen und Verwarnungsgelder zu kassieren, wo bleibt die Hundelobby???
Wir müssen uns stärker präsentieren, sonst sind eines Tages sämtliche Parks und Grünanlagen für Hunde gesperrt, das darf nicht sein.
Aber Polemik allein hilft uns auch nicht weiter, laßt uns Aktionen planen und ausführen.
Ein Feedback wäre nett, bis dann
Barbara und Christiane