Übesicht

Berliner Bissstatistik 2002

Veröffentlicht: 09.04.2003 um 16:00:50 Uhr
Autor: Guido Zörner

Gestern wurde die Bissstatistik 2002 für Berlin bekannt. In unten stehender Tabelle sind Fälle verzeichnet, in denen Menschen verletzt oder gefahrdrohend angesprungen wurden. Sortiert ist diese Liste nach Häufigkeit und Rassezugehörigkeit. Die Senatsverwaltung für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz konnte jedoch keine Angaben über Anzahl und Schweregrad der von Bissvorfällen betroffenen Personengruppen (Kinder, Erwachsene etc.) machen. Auch zu den Orten, an denen es zu den Bissvorfällen kam, können keine Aussagen gemacht werden. Dem Senat ist auch kein Fall bekannt, bei dem in Berlin ein Mensch durch einen Hundebiss getötet wurde.

HunderasseFälle, in denen Menschen verletzt oder
gefahrdrohend angesprungen wurden.
Mischling319
Schäferhund216
Rottweiler96
Terrier50
Am. Staff. Terrier38
Mischling (gefährl. Hund
n. §3 Abs. 1 HundeVO)
38
Pitbull30
Dackel25
Dobermann25
Cocker Spaniel20
Schnauzer19
Labrador15
Boxer12
Golden Retriever12
Spitz12
Collie11
Dogge9
Hovawart9
Husky9
Neufundländer5
Berner Sennenhund4
Bobtail4
Kaukasier4
Malteser4
Rhodesian Ridgeback4
Bernhardiner3
Dalmatiner3
Hirtenhund3
Jagdhunde3
Pudel3
Irish Setter2
Münsterländer2
Rehpinscher2
Basset1
Beagle1
Bordeaux Dogge1
Briard1
Bullterrier1
Chow-Chow1
Pekinese1
Windhund1
Yorkshire1
Unbekannte Rasse120
Summe1140

Unklar bei dieser Statistik ist, dass seit 2001 bundesweit alle Todesfälle durch Hundebisse durch Hunderassen verursacht wurden, die in Berlin nicht auf der Rasseliste stehen, obwohl nach Angaben der Senatsverwaltung Hundebisse der gelisteten Rassen zu besonders schweren Verletzungen führen. Dr. Hermann Schulte - Sasse von der Senatsverwaltung meint dazu: "Der Schweregrad der Verletzungen wird nach Auffassung des Senats von den physischen Merkmalen und dem Beißverhalten dieser Hunde bestimmt". Woher will er das aber wissen, wenn es keine Daten über Schwere und Art der Verletzungen gibt?

Wenn es zu einem Beißunfall gekommen ist, so sollen die Veterinär- und Lebensmittelaufsichtsämter in jedem Fall prüfen, unter welchen Umständen es zu einem Unfall gekommen ist, so die Senatsverwaltung. Das dieses nicht in allen Fällen immer Möglich ist, leuchtet ein. Die Frage warum die Häufigkeit der jeweils ermittelten Ursachen statistisch nicht erfasst werden, wird nicht Beantwortet.

Nachfolgend eine Tabelle, welche die Bissvorfälle in den letzten Jahren zeigt.

 1999200020012002
insgesamt1816144713011140
Gefährl. Hund n. §3 Abs. 1 HundeVO26715284107 (inkl. Mischl.)
Pitbull162784230
Am. Staffordshire Terrier906532+528
Bullterrier15951
Mischling (gefährl. Hund n. §3 Abs. 1 HundeVO)???38
andere154912951217?
Schäferhunde349327302216
Rottweiler1481529696
Dobermann48374225
Terrier57345350
Collie13101211
Terrier573453?
Schnauzer14233019
Labrador1081415

Kommentare

Atom Newsfeed der Kommentare (Hilfe).

Von: Tommi (06.02.2006 23:46:27 Uhr)
E-Mail: Tomjoy@schmusemail.de

Also liebe Leute
ich hab selber einen "Kampfhund" und muss sagen, er ist der cleverste und zutraulichste Hund den ich je hatte. Ich bin mit Hunden aufgewachsen (Schäferhunde) danach nen Windhundmix, danach nen Bordeaux-Dogge/Schäferhund Mix, aber der Staff ist der von allen freundlichste und unproblematischste.
Wenn man sich mal mit der Geschichte dieser Tiere befasst, so erkennt man schnell das diese Hunde mit den ärmsten Bauern auf engstem Raum mit der Familie gehalten wurden, zum Schutz für die Herde und der Familie. Erst als eine Irre auf die Gedanken kamen die Hunde sich messen zu lassen und gegen den Menschen zu hetzten, da verlor der Hund seine Gesinnung und sein Respekt gegen uns. Ich muss aber auch ganz klar sagen, hat der Hund einmal zugebissen und Blut geleckt, war das sein Todesurteil. Der Hund kann nichts dafür, schuld ist ganz allein der Mensch der ihn dazu gebracht hat, aber dieser geht straffrei aus während der Hund erlegt wird.
Abschliessend kann ich nur sagen:
Der Mensch hat es nicht verdient das ihn ein solches Tier durch seine Natur und Gene immer gehorchen und gefallen möchte. Der Mensch nutzt dies aus und gehört in einen Käfig gesperrt, der Hund sollte ihn angekettet ins "Tierheim" bringen, aber der Hund der gehorcht seinem Hernn bis in den Tod, ob es Sinn macht oder nicht!

MfG Tommi

Von: Josephine (30.03.2005 10:40:05 Uhr)
E-Mail: josyjung@web.de

vielleicht liegt es nicht nur am Hund, man sollte nicht alles auf sie schieben. Vielleicht sollten sich die sogentanten "Herrchens" auch mal an die Nase fassen. Ich habe das hin gehend schon schlimme leute gesehen die sie so dressiert haben.

Von: Hundeliebhaber (07.03.2005 14:01:45 Uhr)

Es gibt gar keine Kampfhunde!!!Die bescheuerten Besitzer erziehen sie so!!!Geht bitte auf die Seite:www.wob-Kampfhunde.de!!!Und oben auf:Grausam,Gedichte!!!Dann seht ihr wie das wirklich ist!

Von: J.Kurz (26.08.2003 09:34:46 Uhr)
E-Mail: joekurz@gmx.de

Es ist doch immer wieder erstaunlich, daß beim Deutschen Schäferhund auf die Häufigkeit der Rasse verwiesen wird. (Relative- und absolute Häufigkeit). Den, der gebissen wurde interessiert das herzlich wenig.
Die Hundesteuer (Gemeindesteuer) hat u.a. den Lenkungszweck das Vorhandensein von Hunden (VGH Baden-Württemberg)einzudämmen. Nur beim Deutschen Schäferhund, mit weitem Abstand Killer und Beißer Nr. 1 gemessen an absoluten Fällen, funktioniert das nicht. Materielle Interessen? Lobbyismus ? Polizeihund ? Immer schön Werbung (Fernsehen) für den Deutschen Schäferhund und seinen rassespezifischen Merkmalen (Zuchtordnung - Ich emfpehele das Lesen dieser !) oder liegt es am Namen Deutscher ... , daß hier die Politik und die Justiz überhaupt nicht vorgehen ? Wo bleibt der vielbeschworene Gleichheitsgrundsatz ?

Von: U.Hoffmann (14.04.2003 08:31:15 Uhr)
E-Mail: HBS.69@gmx.de

Hallo Plass

Das ist mal ein vernünftiges Argument, z.B. FÜR Schäferhunde... weil diese mit Sicherheit am zahlreichsten vertreten sind.

Ich habe dieses Argument nämlich auch gern benutzt(das Schäferhunde die 'bißstatistik' anführen). Aber du hast recht..aussagekräftig ist dies erst in Verbindung mit der Häufigkeit der jeweiligen Rasse.

MfG.U.Hoffmann

Von: Plass (11.04.2003 12:21:12 Uhr)
E-Mail: marcoplass@web.de

Eine absolut nichts sagende Statistik, da nicht aufgeführt ist, wie hoch die Grundgesamtheit der Hunde in Berlin ist und wie hoch der Anteil der jeweiligen Rassen. Erst auf dieser Basis macht eine Bissstatistik Sinn. Was heißt es, dass 216 Schäferhunde gebissen haben, sowie 11 Collies, wenn es tatsächlich hundertmal weniger Collies (z.B. 1000) als Schäferhunde (z.B.100000)gäbe. Dann würden auf 100000 Collies 1100 Bisse und auf 100000 Schäferhunde 216 Bisse kommen.

MfG M. Plass

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