Drucksachen der Bezirksverordnetenversammlung Wilmersdorf von Berlin, 14. Wahlperiode
Ursprung: Weitere Große Anfrage, Prof. Dr. Dittberner / CDU
Weitere Große Anfrage
Drs.Nr.: 167/14
Betr.: Kampfhunde in Wilmersdorf
Ich frage das Bezirksamt:
Berlin-Wilmersdorf, den 04.07.2000
Zur Beantwortung Frau BzStR Thiemen
zu 1.
Das Bezirksamt nimmt den Schutz der Öffentlichkeit vor sog. Kampfhunden wie auch vor anderen sich als gefährlich erweisenen Hunden Ernst. Das Bezirksamt hat in der Vergangenheit alle rechtlichen Möglichkeiten genutzt, um die Sicherheit im Bezirk zu erhöhen und Gefahren für die Bevölkerung abzuwehren, und wird dies auch weiterhin tun. Hinsichtlich der Kontrolle der Einhaltung des neuen Maulkorb- und Leinenzwangs für bestimmte Hunderassen und deren Kreuzungen werden die Veterinäre im Rahmen ihrer personellen Möglichkeiten zusammen mit Polizeikräften schwerpunktmäßige Kontrollen durchführen. Für eine konsequente Umsetzung der geänderten Hunde-VO ist jedoch die Mitarbeit der Bevölkerung erforderlich. Ich meine damit nicht, daß Bürger und Bürgerinnen sich mit uneinsichtigen Hundehalterinnen und Hundehalter verbal auseinandersetzen sollen, sondern sie sollten vielmehr ihre Informationen und Wahrnehmungen an die VetLeb weitergeben.
zu 2.
An 55 dem Bezirksamt gemeldete Bißvorfälle waren 17 sog. Kampfhunde beteiligt. Folgende Maßnahmen wurden angeordnet:
1 x Wegnahme und Tötung des Tieres und Bußgeld
1 x Wegnahme und Hundehaltungsverbot
6 x Maulkorb- und Leinenzwang und Bußgeld
1 x die Auflage, dass der Hund das Grundstück nicht mehr verlassen darf
5 x Ermahnungen und Bußgeld
1 x Abgabe an einen anderen Bezirk wegen Umzug
2 x keine Maßnahmen, da die Hundehalter unbekannt blieben.
zu 3.
Nein. Derartige Vorgänge sind dem Bezirksamt nicht bekannt.
zu 4.
Das Veterinär- und Lebensmittelaufsichtsamt hat bisher nur gute Erfahrungen mit den Polizeiabschnitten 25 und 26 gemacht.
zu 5.
Wie bereits bei der vorhergehenden Großen Anfrage ausgeführt, kommt auf das Bezirksamt aufgrund der Änderung der Hunde-VO Mehrarbeit hinzu, der betroffene Bereich wurde und wird personell verstärkt.