Massentötungen haben begonnen!
Folgender Sachverhalt ist uns aus zuverlässigen Quellen bekannt geworden:
12 in einer privaten Brandenburger Zwingeranlage (A) untergebrachte Hunde aus der Berliner Tiersammelstelle wurden vor Ort von einem Berliner Amtstierarzt begutachtet. Dieser attestierte die Vermittelbarkeit von 11 Tieren. Lediglich ein Hund wurde als nicht vermittelbar eingestuft. Der Eigentümer der Anlage A weigerte sich, die Tötung vornehmen zu lassen.
Unterstützt wurde er dabei von seinem zuständigen Amtstierarzt. Kurz darauf erhielt er ein Fax des Landeseinwohneramtes Berlin (Tiersammelstelle), in dem ihm angekündigt wurde, daß der Betreiber einer weiteren privaten Zwingeranlage (B) die Hunde übernehmen würde.
Weiterhin wurde ihm eine Art Auslieferungsschein der Tiere zugefaxt. Es handelt sich dabei um eine Liste mit groben Angaben wie z.B. "1 Staffordshire-Rüde, Nr. XY" usw. Sie enthält keine Angaben, mittels derer die Tiere eindeutig identifizierbar gewesen wären.
Am 14. September wurden die 12 Hunde vom Betreiber der Zwingeranlage B abgeholt. Wie uns mitgeteilt wurde, wurden die völlig gestressten Tiere (nach 6 Wochen Einzelzwinger ohne Auslauf) mittels Fangschlingen aus den Boxen gezerrt.
Noch nicht bestätigten Angaben zufolge erhielt der Betreiber der Anlage B vom Landeseinwohneramt für jedes Tier 750,- DM. Noch am selben Tag wurden auf dessen Gelände 4 der Hunde getötet. Angeblich durch einen Tierarzt. Wenige Tage später wurden 5 weitere Hunde getötet. Der Betreiber soll geäussert haben, dies sei für die Hunde die "Endstation".
Ein Amtstierarzt war bei keiner der Tötungen anwesend.
Die 3 übrig gebliebenen Hunde wurden jetzt von Tierschützern freigekauft (!!), um zu verhindern, dass auch sie getötet werden.
Zu diesem skandalösen Vorfall fragen wir den Senat von Berlin:
ANMERKUNG:
Im Land Brandenburg dürfen Hunde aus den Tierheimen nicht mehr in Privathand vermittelt werden. Es besteht Erwerbsverbot! In Berlin dagegen dürfen Hunde aus dem Tierschutz noch vermittelt werden!
Hund und Gesellschaft e.V. und andere Vereine haben auf Bitte der Senatsverwaltung vom 14.7.00 hin die Unterstützung der Vermittlung zugesagt! Doch seit über 2 Monaten warten alle betroffenen Vereine auf Rückmeldung.
Am 29.9.2000 äusserte der Sprecher der Berliner Senatsverwaltung für Soziales, Herr Florian, in der Sendung "Korus-Line" (TV-Berlin) auf Nachfrage, es habe bereits "Neuvermittlungen" gegeben.
Waren damit die 12 Hunde gemeint, von denen innerhalb weniger Tage 9 euthanasiert wurden? Wie viele "Neuvermittlungen" dieser Art wird es noch geben?
Wir verweisen nochmals auf den Artikel in der Berliner Zeitung vom 25.8.2000, in dem sich die Sprecher der Senatsverwaltung zur Thematik mehr als eindeutig äusserten.
In diesem Zusammenhang ist der den Berliner Amtstierärzten von der Senatsverwaltung zur Verfügung gestellte "Persilschein" zum Töten ebenfalls ein eindeutiges Indiz dafür, dass man sich der Tiere entledigen will.
Quelle: Hund und Gesellschaft e. V.