(Veröffentlicht am 15.02.2010)
Emmy ist eine 8 jähige Terriermischlingshündin mit einer Schulterhöhe von 40 cm und 10 kg Gewicht. Emmy ist geimpft, gechipt, jedoch nicht kastriert.
Emmy ist eine Hündin, die schon des öfteren ihr Zuhause und somit auch ihre Bezugsperson verloren hat. Zuletzt lebt sie seit 5 Jahren bei einer Frau, die Emmy so hinnahm wie sie war, ihr aber auch ihre Verhaltensauffälligkeiten durchgehen lassen hat und schlimmer noch: diese auch noch verstärkt hat!
Emmy bellt, knurrt und fletscht Besucher an und hat auch keine Hemmung, zu schnappen und gar zu beissen. Dabei handelt es sich nicht um eine Angstaggression, sie kennt es einfach nicht anders und hat auch nie gelernt, was richtig und falsch ist und dominiert ihre Umgebung durch Angriff. Dabei unterstreicht sie ihr Verhalten durch unentwegtes Gebell, was von ihrem Frauchen nicht zu unterbinden ist. Da sie sich nicht anders zu helfen wusste, wird Emmy seit Jahren einfach generell in die Küche gesperrt, wenn Besuch kommt.
Jetzt steht die Geburt eines Kindes und ein Umzug ins Haus, was für Emmy eine unmögliche Lebenssituation bedeuten würde. Sie kann auf keinen Fall mit Kindern zusammenleben und ein Umzug war für sie schon einmal ein negativer Verhaltensrückschritt. Sie schnappte/biss dann sogar nach Frauchen.
Mit anderen Hunden hat sie wohl keine Probleme, sie geht ihnen eher aus dem Weg. Alleine bleiben kann sie 8-10 Stunden.
Emmy braucht eine sehr erfahrene, geduldige Hand, die ihr mit Maulkorbtraining das Beissen von Menschen vielleicht abgewöhnen kann. Ausserdem benötigt sie eine Person, der sie vertrauen kann und die ihr auch sonst konsequent den richtigen Weg aufzeigt. Leider hat Emmy nicht mal zu ihrer jetzigen Halterin Vertrauen und geht, völlig ohne Führung alleine durchs Leben, bis auf den Aufenthalt in der Küche.
Leider hat Emmy nur ein "Galgenfrist bis spätestens Mitte März und wir hoffen nun, schnellstmöglich eine Pflegestelle für die kleine, verwirrte Hündin zu finden.
Ansprechpartnerin: Tierschutzorganisation Knutschkugel, Andrea Biastoch, Telefon: 030/81499060, Mail: andrea@knutschkugel.com
(Veröffentlicht am 15.02.2010)
Benji ist ein elf Monate alter Ca de Bou, der die Grundkommandos bereits erlernt hat. Er liebt Schmusen und Kuscheln und ist mit Kindern verträglich, die jedoch schon etwas älter sein sollten, da er noch gerne an einem hochspringt. Alternbedingt benötigt der Süße natürlich noch etwas Erziehung, was aber mit Liebe, Geduld und Konsequenz sicherlich kein Problem ist. In der Pflegestelle, nahe Kassel, hat er wieder gelernt alleine zu bleiben, müsste aber in einem neuen Zuhause wahrscheinlich erst wieder geübt werden.
Er ist auch verträglich mit Artgenossen, jedoch sind Katzen nicht unbedingt sein Ding.
Benji sucht dringend ein liebevolles und endgültiges Zuhause bei HundeliebhaberInnen, denen die molossertypischen Eigenschaften nicht fremd sind.
Ansprechpartner: Michael Wirth, Tel: 0172/4212738, Mail: e-m.wirth@arcor.de
(Veröffentlicht am 05.06.2009, Aktualisiert am 14.12.2009)
Mein Name ist Lilly (ehemals Marina – als Marina bin ich schon etliche Male durch die Verteiler geschickt worden), ich bin ca. 2½ Jahre jung und eine Terrier-Schäferhund-Mischlingshündin mit 42 cm Schulterhöhe und ca. 10 kg „Kampfgewicht“. Auf allen Bildern sehe ich viel größer aus, als ich tatsächlich bin.
Ursprünglich komme ich aus Kroatien, wo ich in einem Shelter geboren wurde und dort fast 2 Jahre meines Lebens „überlebt“ habe.
Ich bin kein einfaches Mädchen. Schon seit Februar 2009 bin ich in Deutschland, wo ich bis September 2009 auf einer liebevollen Pflegestelle in Neuss umsorgt wurde. Leider brauche ich nicht nur Pflege, Umsorgung und Liebe, sondern auch intensives Angst-Training, denn andere Hunde sind mir ein Graus. So bin ich im September 2009 nach Berlin gezogen, wo ich nun seit 8 Wochen täglich intensiv gegen meine Ängste trainiere.
In Kroatien wurde ich nur gemobbt von den anderen Hunden, habe mehrmals Babys bekommen müssen und habe einfach nur zugesehen, dass ich irgendwie diese Hölle überlebe. Bis auf einige kleine Bisswunden habe ich körperlich keine Schäden mehr, aber seelisch habe ich schon großen Schaden genommen.
Meine Lebensrettung war die Fahrt nach Deutschland. Ganz bestimmt werde ich nie komplett meine Ängste ablegen, aber wer mir die Zeit, Ruhe und Geduld gibt, bekommt eine wundervolle Weggefährtin an die Seite, die unheimlich verschmust und sehr lieb ist.
Meine Pflegefrauchen beschreiben mich als Traumhund in der Wohnung und als absolute Zaubermaus. Leider sieht es ausserhalb der Wohung anders aus, aber dazu später mehr. Allem Neuen gegenüber trete ich erstmal sehr vorsichtig entgegen. Menschen mag ich, ich bin zwar kein Hund, der sofort auf jeden schwanzwedelnd zuläuft, aber ich verkrieche mich auch nicht. Kinder sind mir etwas zu agil, so dass ich in meinem späteren Zuhause lieber keine kleinen Kinder haben möchte, ältere Kinder wäre ok. Einige Grundkommandos kenne ich mittlerweile und befolge sie auch meist, aber wirklich abrufbar bin ich nicht, so dass meine Spaziergänge weiterhin mit Schleppleine stattfinden, was mich aber nicht weiter stört.
Ich lebe derzeit auf einer Pflegestelle mit einer anderen Hündin, 2 Katzen und 2 Kaninchen. Alle mag ich sehr. Autofahren mag ich mittlerweile auch – anfangs habe ich mich täglich im Auto übergeben, das habe ich nun fast vollständig abgelegt.
Nun aber zu meinem Problem, welches mir bisher im Wege stand, auf der Suche nach einem neuen Zuhause: Meine panische Angst vor anderen Hunden, auch vor Welpen. Wenn ich einen Artgenosse treffe, schieße ich sofort hysterisch bellend (mit dem Schwanz zwischen den Beinen) auf ihn zu und gelegentlich kommt es auch schon mal vor, dass ich zuschnappe (aber nie beisse ich richtig feste zu, es ist mehr ein verzweifeltes Schnappen – nach dem Motto: „Angriff ist die beste Verteidigung.“). Wenn mein Gegenüber ein ruhiger Zeitgenosse ist und sich davon nicht aus der Ruhe bringen lässt, dann ist er innerhalb von wenigen Minuten mein Freund – und er bleibt mein Freund. Egal, wann ich ihn wiedertreffe, ich würde ihn nie wieder angehen. Leider ist nicht jeder Artgenosse so souverän und entspannt und manchmal haben auch die anderen Herrchen oder Frauchen Angst, so dass sie mir nicht die Gelegenheit geben, ihren Hund kennenzulernen. Schade :-(
Da ich zur Zeit in Berlin lebe, treffe ich täglich etliche Hunde, und ein Spaziergang mit mir ist immer ein Abenteuer. Meine Pflegefrauchen haben immer einen Maulkorb dabei, damit ich in brenzligen Situationen nicht die anderen Hunde beisse. Der Maulkorb ist nicht schön, aber ich habe ihn mittlerweile akzeptiert. Meistens jedoch versuchen meine Pflegefrauchen eine „Hunde-Zusammenführung“ ohne Maulkorb durchzustehen.
Meine Pflegefrauchen haben ein Tagebuch für mich eingerichtet, da könnt ihr ja mal reinlesen, wie es bisher so lief mit mir hier in Berlin. Da kann man sich dann noch ein besseres Bild von mir machen. Schaut hier: http://nichts-ist-wie-es-war.de.tl/Lilly-h-s-TB.htm
Wie auch immer, ich kann nicht auf Dauer in meiner Pflegestelle bleiben. Irgendwann habe ich wirklich ein festes und ein Hundeleben-andauerndes Zuhause verdient. Gerne würde ich möglichst aufs Land ziehen, wo ich nicht bei jedem Spaziergang gleich 10 Hunde treffen muss. Und auch wenn ich Angst vor Artgenossen habe, bin ich eigentlich der perfekte Zweithund oder Dritthund, denn wenn ich erstmal Freundschaften geschlossen habe, dann liebe ich meine Freunde bedingungslos. Ich weiß, dass es irgendwo mein Traum-Zuhause gibt, aber es ist nicht einfach zu finden. Weiterhin muss auch mit mir gearbeitet werden, an den Grundkommandos und an meinen Ängsten. Ach ja, alleine bleiben kann ich auch – bis zu 5 Stunden schaffe ich. Aber wenn so'n Hundekumpel dabei ist, ist das Alleine-sein ja auch schon viel einfacher.
Ich werde im Januar 2010 noch sterilisiert und dann steht meinem Umzug in MEIN Zuhause nichts mehr im Wege.
Bitte, liebe Menschen – ich habe schon soviel Schlimmes durch, habe eine Hölle überlebt und suche nun seit mehr als 9 Monaten MEIN Zuhause, schaut Euch doch mal um oder fragt doch mal nach, wer mich sucht, wer mich haben möchte. Ich glaube ganz fest daran, dass irgendwo hundeerfahrene Menschen leben, die mir eine Chance geben. Das wäre echt lieb von Euch.
Vielen lieben Dank
Eure Lilly
Wer mich kennenlernen möchte, kann sich bei Jana (030-92213744) oder bei Katja (nichtsistwieeswar@gmx.de) melden.