10 Jahre Hunde in Berlin

Veröffentlicht: 10.07.2010 um 22:00 Uhr
Autor: Guido Zörner

In diesen Tagen nähert sich der 10. Jahrestag dieser Webseiten. Vor 10 Jahren war auch die Geburtsstunde der Initiative „Hunde in Berlin“. 10 Jahre sind im World Wide Web eine halbe Ewigkeit. Lange bevor es Youtube, Facebook oder Twitter gab, publizierte ich unter der Domäne hundeinberlin.de Neuigkeiten und Informationen zum Thema Hunde in Berlin. Die Spurensuche nach der genauen Geburtsstunde dieser Webseiten ist zu einem datenarchäologischen Abenteuer geworden. Nehmen wir uns doch mal die Zeit für einen kleinen Rückblick mit Ausblick.

Wer sich den Quelltext unserer Startseite einmal anschaut, findet dort unter den Metainformationen den Eintrag „date“, der auf den 10.07.2000 datiert ist und das Erstellungsdatum der Datei kennzeichnen soll. Ich weiß, dass ich diesen Wert gesetzt habe, ich weiß aber nicht mehr, wie ich auf dieses Datum gekommen bin. Denn keine Datei in meinem Archiv trägt diesen Zeitstempel. Erschwerend kommt hinzu, dass sich dieser Zeitstempel bei jedem Ändern und Speichern der Datei aktualisiert. Ferner ist dieser Datumseintrag in den alten Versionen der Startseite noch nicht vorhanden. Ich habe ihn also irgendwann später hinzugefügt. Doch warum? Und wann?

Der Tag der Registrierung der Domäne hundeinberlin.de war zweifelsfrei die Geburtsstunde der Webseite – oder war es die Freischaltung? Zu diesen Ereignissen liegen jedenfalls keine Aufzeichnungen mehr vor, so dass sich diese Frage sowieso erledigt hat. Bleibt also erst mal der ominöse 10.07.2000.

Das kommt auch ungefähr hin. Diese Webseiten wurden ins Leben gerufen, kurz nachdem am 4. Juli 2000 die neue Berliner Hundeverordnung mit seinen unsäglichen Rasselisten in Kraft trat. Auch die Rasselisten feierten am letzten Sonntag ihren unrühmlichen 10. Jahrestag. Einige werden sich an diese Zeit erinnern – vor allem diejenigen, die einen Hund der betroffenen Rassen hatten. Es war die Zeit der Angst, des Wutes und der Ohnmacht. Hunde wurde ihren Familien entrissen. Sondereinsatzkommandos der Polizei stürmten Wohnungen, weil Nachbarn anonym Anzeigen erstatteten. Tausende friedliche Hunde wurden auf behördliche Anweisung entzogen, verschoben und getötet. Niemand, der das nicht miterlebt hat, kann sich eine Vorstellung davon machen, in welchen Ausmaß heute noch namhafte Politiker eine beispiellose Demagogie gegen die Hunde und Halter betrieben haben, nur um sich als Retter der Kinder und der Nation vor den vermeintlichen Kampfhunden zu profilieren.

Hunde in Berlin war bald mehr als nur eine Webseite. Gemeinsam mit dem Bezirksverband der FDP Lichtenberg (zu der Zeit noch ohne Hohenschönhausen) habe ich im Sommer 2000 versucht, alle Berliner Initiativen und Vereine an einen Tisch zu bringen mit dem Ziel, einen Konsens, eine gemeinsame Forderung an die Politik, zu formulieren. Nach einiger Zeit musste ich jedoch feststellen, dass sich die Organisationen nicht einmal einig waren, die Rasselisten komplett abzulehnen. Das einzige positive Ergebnis: Ich habe aus dem Strom der Meinungen einen Antrag an den Landesausschuss der FDP Berlin formuliert, der irgendwann später angenommen wurde. Damit ist auch heute noch die FDP die einzige Partei, die sich in einem landesweiten Beschluss offiziell gegen die Rasselisten gestellt hat. Mit Ruhm soll man sich bekanntlich nicht bekleckern und damit schließe ich das Thema Politik, denn das war eigentlich auch schon der einzige politische Höhepunkt in der Karriere von Hunde in Berlin.

Aus der politischen Arbeit ging das „Berliner Hundeparlament“ hervor. Es sollte eine Art Sprachrohr der Initiativen und Vereine sein, die sich gegen die Rasselisten stellten. Vor allem aber konnten sich engagierte Einzelpersonen als Ansprechpartner in ihrem Kiez zur Verfügung stellen. Damit sollte der Öffentlichkeit gezeigt werden, dass die Berliner Hundehalter eine politische Kraft sind ohne dabei die Menschen in einen Verein oder eine Organisation zu zwingen. Aber schon Anfang 2001 ermüdeten die Fraktionen dieses jungen Parlaments, so dass es irgendwann einschlief.

Eine Menschenmenge demonstriert auf dem Breitscheidplatz in Berlin gegen die Hundevoerodnung. Einige tragen Schilder.
(Bild: Hundstage-Demo gegen die Rasselisten in der Hundeverordnung auf dem Breidscheidplatz am 7.4.2001)
Etwas mehr Elan hatten die Demonstrationen. Der Verein Hundestage Berlin e. V. war damals treibende Kraft der Demos an der Siegessäule, später am Breitscheidplatz. Als die Demos jedoch nicht mehr wöchentlich, sondern monatlich statt fanden, war klar, dass auch ihre Zeit gezählt war. Auch Hunde in Berlin hat einige Demos organisiert, allen voran einen regelmäßigen Autokorso. Als wir dann irgendwann im Jahr 2001 nur noch mit 8 Autos am Versammlungsort standen, habe ich den Autokorso geschmissen. Nur ein oder zwei Teilnehmer hatten Hunde der betroffenen Rassen. Andere haben versucht, den Autokorso fort zu führen, mussten aber leider die selbe Erfahrung machen.

Einige andere Demos waren erfolgreicher. Ich erinnere mich an eine Demo vor einer Ausstellung mehrerer Wohnbaugesellschaften in der Charlottenstraße in Mitte im November 2000. Anlass waren Rundschreiben einiger Wohnbaugesellschaften, die ihre Mieter aufforderten, bei verdächtig nach Listenhund aussehenden Hunden sich vertrauensvoll an die Verwaltung oder den Hauswart zu wenden. Daraus formulierten wir einen Flyer und warnten die Besucher der Ausstellung, welche namentlich genannten Wohnbaugesellschaften ihre Mieter zum bespitzeln ihrer Nachbarn aufforderten. Der Flyer schlug ein wie eine Bombe. Reihenweise kamen die Justitiare mit Warpantrieb zu mir und forderten, das Verteilen der Flyer zu unterlassen. Aber sie hatten leider Pech. Natürlich hatte ich Kopien der zitierten Rundschreiben mit und eine ordentlich angemeldete Demo war es auch. Wenige Meter entfernt stand ein Streifenwagen der Polizei zwecks Sicherung unserer Kundgebung, an den sie sich gerne wenden konnten. Kochend und Dampfend mussten sie wieder von dannen ziehen.

Blick in ein Fernsehstudio während einer Sendung. Der Moderator in der Mitte vor einer blauen Wand. Vorne 3 Kameras.
(Bild: Während einer Sendung von Hunde in Berlin.TV im Studio 1 des Offenen Kanals. Die Sendung fand vor einer „bluebox“ statt. Der Studiohintergrund wurde von einem Computer eingefügt.)
Beständiger dagegen waren die seit November 2000 ausgestrahlten Fernsehsendungen „Hunde in Berlin.TV“ im ehemaligen Offenen Kanal Berlin (heute ALEX). Weil vor 10 Jahren das Internet bei weitem noch nicht so verbreitet war, sahen wir unsere Sendungen zum einen als Möglichkeit, mehr Menschen zu erreichen, aber auch als Kontrapunkt zu den anderen Medien, die in der Regel das übliche dumme Zeug über Hunde – speziell über so genannte Kampfhunde – verbreitet haben. Ab 2002 folgten bis ins Jahr 2003 einige Sendungen im Spreekanal, dann war auch dort wegen einiger Fehlentscheidungen Sendeschluss.

Diese Webseiten blieben Dreh- und Angelpunkt aller unserer Aktivitäten. Die ältesten Zeugnisse unserer virtuellen Präsenz sind auf Archive.org zu finden. Doch die Suche nach der Geburtsstunde von Hunde in Berlin führt auch dort in eine Sackgasse. Einige Artikel habe ich dummerweise ohne ein Datum veröffentlicht. Der älteste datierte Artikel stammt vom 27.07.2000. Allerdings stehen einige undatierte Artikel aus dem alten Themenarchiv in der Liste tiefer und müssten der Logik folgend älter sein.

Neue Aufgaben

Es ging aber bald nicht mehr nur um Rasselisten. Auch Themen wie Hundeauslaufgebiete oder Tierschutz standen auf der Agenda. Die geplante Verkleinerung des Auslaufgebietes Grunewald im Jahr 2003 mobilisierte schnell wieder Hunderte Hundehalter – jedoch nur vorübergehend. Auch Hundeverbote in Parks und Grünanlagen kamen in Mode. In Schöneberg kämpften verbissen und mit sehr viel Energie einige Hundehalter um ein kleines Fleckchen Grün, dass anderen Menschen gerade mal groß genug ist, um als Auffahrt für ihre Garage zu dienen.

Viele Menschen und Hunde vor der Infoständen an der Siegessäule. Einige tragen Luftballons.
(Bild: Auftakt der Fiffi-Parade 2002. Im Hintergrund die Infostände am Großen Stern.)
Aber auch schöne Erlebnisse hat es gegeben. Besonders sind hier die Berliner Fiffi-Parade 2002 und 2003 zu nennen, die Hunde in Berlin unterstützend mitorganisiert hat. Eine bunte und fröhliche Hundeparade durch die Stadt mit Musik, Kostümen und jeder Menge guter Laune. Wir wollten damit vor allem die positiven und schönen Seiten an unseren Hunden zeigen. Das gelang auch. Das Interesse der Medien war gewaltig. Von China bis Südamerika berichteten Zeitungen über das Ereignis und fand Nachahmer in aller Welt. Sogar in einer Folge der TV-Serie South Park wird kurz über eine „dog parade“ geredet.

Hunde in Berlin wurde zunehmend auch Anlaufstelle für Hundehalter, die Probleme mit Behörden oder anderen Institutionen hatten. Fast zu einem Dauergast in den Negativmeldungen wurde hier der Leiter der Berliner Kleintierklinik, Prof. Leo Brunnberg. Ob fragwürdige Operationen oder Gefälligkeitsgutachten, die meisten Fälle der Akte Düppel habe ich gar nicht veröffentlicht, zu absurd müssen Außenstehenden die Vorgänge erscheinen. Das Rechtsamt der Freien Universität Berlin hing mir zeitweise – erfolglos – im Nacken.

Ein Anwalt der Hundehalter wollte Hunde in Berlin aber eigentlich nie sein. Ich habe immer wieder versucht klar zu stellen, dass das Wohl der Hunde im Vordergrund steht, nicht das der Hundehalter. Ich bin kein Dienstleiter oder Flaschengeist, der die Wünsche anderer Leute erfüllt. Ich möchte mich dafür einsetzten, dass es in 10, 20 oder 30 Jahren immer noch Hunde in dieser Stadt gibt und dass sie kein extravagantes Luxusobjekt einer betuchten Elite werden. Aber genau das ist der Punkt, den die meisten Menschen bis heute nicht zu verstehen scheinen. Nämlich, dass wir seit 10 Jahren genau in diese Richtung steuern.

Wendezeit

Einen Meilenstein in der Geschichte von Hunde in Berlin war die Gründung des Vereins Hunde in Berlin e. V. im August 2007. Es sollte der Aufbruch in eine neue Ära sein. Institutionalisiert, Legalisiert und – Reglementiert. Das sollte das neue Gesicht und Herz von Hunde in Berlin sein. Absatteln von den wilden Raubzügen für die Gerechtigkeit und einkehren in gesittete Verhältnisse; nach eigenen Regeln kämpfen und sich nicht mehr die Wahl der Waffen von anderen vorschreiben lassen. Das war das Ziel.

Einige Hundehalter versammeln sich auf einer Wiese
(Bild: Ein Treffen des Reuter-Rudel im September 2009. Ganz Rechts der Verhaltenscoach von dem Projekt.)
Die Rechnung ging tatsächlich auf. Das erste große Projekt war das Reuter-Rudel im Jahr 2009. Mit ca. 10'000 € Fördergeldern vom Senat in der Tasche machten wir uns gemeinsam mit einem Projektpartner daran, im Nordneuköllner Reuterkiez eine Gemeinschaft von Hundehaltern zusammen zu bringen, die sich gemeinsam für einen sauberen Kiez und für verträgliche Hunde engagierten.

Im selben Jahr startete die Initiative Hundeauslaufgebiete in Treptow-Köpenick, die erstmals in der Geschichte Berlins einen Einwohnerantrag in die Wege leitete und Erfolg damit hatte. 1% der Einwohner eines Bezirks konnten zusammen einen Antrag in der Bezirksverordnetenversammlung – dem Bezirksparlament – stellen. Im April 2010 war es dann soweit. Über 3'000 Unterschriften haben wir im Rathaus übergeben. Die Bezirkspolitiker stimmten dann nach einer langen und hitzigen Debatte mit absoluter Mehrheit für neue Hundeauslaufgebiete im Südosten der Stadt.

Ein Kreis Senioren, davor ein Hund.
(Bild: Hundebesuchsdienst im Seniorenpflegeheim.)
Selbstverständlich verfolgt der inzwischen gemeinnützige und mildtätige Verein auch langfristige Ziele. Derzeit haben wir 3 aktive Abteilungen im Verein, die gerne auch noch neue Mitglieder aufnehmen. Am aktivsten ist zur Zeit die AG Besuchshunde. Hundehalter besuchen hier regelmäßig und ehrenamtlich mit ihren Hunden Seniorenwohneinrichtungen oder ähnliche soziale Einrichtungen. Die Anforderungen an ein Mensch-Hund-Team sind hoch und sollte einmal ein Hund den Eignungstest nicht bestehen, wird er nicht abgewiesen, sondern erhält das Angebot, dass mit dem Hund noch weiter gearbeitet werden kann. Natürlich arbeiten alle Beteiligten ehrenamtlich mit. Dringend neue Mitglieder sucht auch die AG Treptow-Köpenick, die bereit sind, sich für die bald kommenden neuen Hundeauslaufgebiete im Bezirk zu engagieren. Bei Gesprächen mit Verantwortlichen im Bezirk, fiel schon häufiger das Stichwort Nutzungsvertrag. Das bedeutet, wenn Hundehalter neue Hundeauslaufgebiete wollen, müssen sie auch bereit sein, die zukünftigen Areale zu pflegen. Ein bisschen schwächeln tut zur Zeit die AG Grunewald. Leider sehen die Hundehalter aus Berlins größtem Auslaufgebiet noch keinen Handlungsbedarf, sich für ihren Wald zu engagieren. Dabei hätte er es dringend nötig.

Zu den langfristigen Zielen gehört auch die Reduzierung des Hundekots auf den Straßen. Dazu betreiben wir eigene Hundekotbeutelspender. Zur Zeit sind die Beutelspender im Nordneuköllner Reuterquartier in unserer Obhut. Weitere werden bald folgen.

Unzählige Kleinprojekte füllen unseren Alltag. Gerade bereite ich z. B. ein neues Video im Auftrag des Ausschusses für Öffentlichkeitsarbeit der Tierärztekammer Berlin vor. Vor 2 Jahren habe ich schon einmal etwas über die tierschutzgerechte Haltung von Reptilien gemacht. Dieses Jahr sind die wilden Tiere in der Stadt an der Reihe.

Außerdem bin ich gerade auf der Suche nach Werkstätten, die Hundekotbeutelspender bauen können. Vielleicht findet sich ja auf diesem Weg jemand. Ideal wären gemeinnützige Träger.

Ausblick

Soll ich einen Ausblick versuchen? Es ist wirklich nicht leicht, abzuschätzen, wohin sich Hunde in Berlin entwickeln wird. Folgt man dem Trend, wie sich die Hundehaltung in den letzten Jahren in der Stadt entwickelt hat, schwant mir nichts Gutes. Der irrsinnige Glaube der großen Mehrheit der Hundehalter an den Wohlfahrtsstaat und an irgendeine Gegenleistung für ihre Hundesteuer, wird das letzte Zeugnis einer freien Hundehaltung in Berlin sein.

Natürlich haben wir es auch zum größten Teil selber in der Hand. Ich sehe daher eine zukünftige Schwerpunktaufgabe unseres Vereins, Hunde und Hundehaltung als einen festen Bestandteil der urbanen Planung einzubeziehen. Droht die Stadt sich vom Hund zu entfremden? Wird es in Zukunft noch Hunde in Städten geben? Was muss geschehen, damit die Stadt als Lebensraum für den Hund eine Zukunft hat? Wie wird eine art- und tierschutzgerechte Hundehaltung in der Stadt in der Zukunft aussehen? Das sind einige der Fragestellungen, die in naher Zukunft sehr an Bedeutung gewinnen müssen. Von der Baumscheibe bis zum Hundeauslaufgebiet oder der Bürgerbeteiligung bis zur „Public Private Partnership“ – nur wenn hier Antworten gefunden werden, sind wir in der Lage, mit Städteplanern auf Augenhöhe zu reden. Aber das Wichtigste wird sein, mehr Menschen zu gewinnen, die diese Aufgaben mit uns gemeinsam angehen. Darin sehe ich die größte Herausforderung.

Geburtstagsgeschenke

Ich habe echt nicht erwartet, dass Hunde in Berlin oder ich ein Geburtstagsgeschenk bekommen. Aber von ganz unerwarteter Seite hat eine Tierfreundin mich für das Engagement für die Besuchshunde bei „Berlin, dein Gesicht“ vorgeschlagen. Tatsächlich wurde ich zusammen mit 199 weiteren Berlinern zum „Botschafter der Stadt“ ausgewählt. Ab dem 13. August werden überlebensgroße Fotos von uns rund um die Berliner Siegessäule aufgehängt. Das ist wirklich eine gelungene Geburtstagsüberraschung.

Ein sehr schönes Geburtstagsgeschenk wäre noch, wenn sich ein Sponsor für eine Party finden würde. Das wäre doch mal was, alle alten und neuen Mitstreiter, Freunde und unsere Facebook-Fans feiern zusammen eine große Party.

Addenda

Was ist geblieben von den letzten 10 Jahren? Verbündete sind gekommen und gegangen – ich kann sie nicht mehr zählen. Probleme wurden gelöst, neue tauchten auf, andere bleiben ungelöst. Ziele und Prioritäten änderten sich. Fragen wurden beantwortet. Neue wurden gestellt.

Auch wenn es sich wie eine Floskel anhören mag: Ich möchte mich bei allen Menschen bedanken, die Hunde in Berlin begleitet haben und zu dem gemacht haben, was es heute ist. Es ist keine Floskel, denn es gibt nicht wenige Menschen, die viel für Hunde in Berlin getan haben, mit denen ich aber seit Jahren nicht mehr gesprochen habe. Sentimentalität ist fehl am Platz. Oft haben sich die Wege getrennt, weil einfach andere Dinge wichtig wurden. Enttäuschungen blieben nicht aus.

Und was ist nun mit dem 10.07.2000? Was ist an diesem Tag passiert? Warum steht dieses Datum im Quelltext der Startseite? Ich finde keine Antwort und wühle derweil noch ein wenig in den Tiefen meines digitalen Archivs. Plötzlich liegt sie vor mir, unscheinbar und unerwartet. Eine simple Textdatei, eine so genannte robots.txt – eine Steuerdatei für Suchmaschinen. Ihr Zeitstempel trägt das Datum Sa 22 Jul 2000 18:03:10 CEST. Sie ist die älteste Datei von hundeinberlin.de auf meinem PC. Tja, wer hätte das gedacht.

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