Bis zum Februar 2008 hatte sich der Verbrauch der Hundekotbeutel aus den neuen Spendern im Kiez auf etwa 600 Beutel pro Spender und Monat eingepegelt. Dann, ab März, stieg der Verbrauch drastisch an und beträgt zur Zeit rund das Dreifache der Menge der Standorte in anderen Quartieren.
Wie dieser enorm hohe Verbrauch zu Stande kommt, ist noch unklar. Zwar hat die Firma Umweltconsulting Dr. Hoffmann, welche im Auftrag des Quartiersmanagement Reuterplatz die Spender bereitstellt, Anfang diesen Jahres einen deutlichen Rückgang der Verschmutzung durch Hundekot festgestellt (vor allem im Bereich der Beutelspender), aber auch diese Zahlen können den sehr hohen Verbrauch nicht rechtfertigen.
An einem Spender sind einmal innerhalb von weniger als 24 Stunden 450 Beutel entnommen worden. Vandalismus ist unwahrscheinlich, da ansonsten die Beutel in der Umgebung zu finden wären. Eine derartige Menge Beutel zu entnehmen, kostet auch etwas Zeit, denn im Vorbeigehen läßt sich das nicht bewerkstelligen. Außerdem sind alle 5 Spender im Reuterquartier gleich betroffen und auch der lange, kontinuierliche Zeitraum ist untypisch für Vandalismus, der eher spontan und nur kurz auftritt. Gegen Vandalismus spricht auch, daß 2 der Spender in unmittelbarer Nähe der Rütlischule stehen. Wenn, dann müssten von Anfang an gerade hier deutlich mehr Beutel fehlen als an anderen Standorten. Doch dem ist nicht so.
Hinzu kommt, daß Ende April ein Beutelspender in der Rütlistraße (Ecke Weserstraße) offensichtlich gestohlen wurde. Vandalismus kann hier ebenfalls ausgeschlossen werden. Der Beutelspender wurde mit Werkzeug abmontiert.
Was steckt also wirklich dahinter? Die Paten und Umweltconsulting Dr. Hoffmann vermuten:
Ferner scheint bedenkenswert, daß sämtliche Standorte der Spender im Reuterquartier öffentlich bekannt sind, während die Spender in den Nachbarquartieren (deren Standorte nur den Anwohnern bekannt sind) völlig unbehelligt sind.
Zu klären wäre nun also – und dazu benötigen wir die Hilfe aller Hundefreunde – wo sind evtl. in der letzten Zeit schwarze Hundekotbeutel von der Firma Belloo aufgetaucht. Die Beutel sind alle einzeln und nicht an einem Abreißblock befestigt. Wo steht seit Ende April / Anfang Mai ein Beutelspender der Marke „belloo luca“ (vielleicht ein Hundeplatz oder eine Hundeschule?) der mit einzelnen losen Beuteln befüllt ist? Die gestohlenen Beutel in dem gestohlenen Spender sind daran zu erkennen, daß sie ohne Widerstand aus dem Spender zu ziehen sind, denn normalerweise sind die Beutel zu je 50 Stück an einem Abreißblock befestigt.
Hinweise nimmt vertrauensvoll die Firma Umweltconsulting Dr. Hoffmann, christian.hoffmann@umweltconsulting.biz, Tel.: (0 30) 68 08 86 22 oder die Redaktion von Hunde in Berlin entgegen.
Des weiteren werden die Hundehalter und Nutzer der Beutelspender dringend gebeten, sich nicht für länger als eine Woche mit Beuteln zu bevorraten. Das reicht völlig aus. Ansonsten besteht die Gefahr, daß die Spender unnötigerweise geleert werden. Ich (und auch andere Paten) kontrollieren nicht täglich die Spender, sondern im Schnitt 2 mal pro Woche. Sollte der Vorrat eines Spenders sehr Eng werden, können auch in den Geschäften der Kiezpaten oder im Büro des Quartiersmanagements in der Hobrechtstraße kostenlos Beutel abgeholt werden.
Sollte dann doch wider erwartend jemand Vandalismus an den Spendern beobachten, bitten wir dringend um Mitteilung, falls deratiges beobachtet wird.
Übrigens werden für einige Beutelspender immer noch ehrenamtliche Paten gesucht. Interessenten wenden sich bitte an: Umweltconsulting Dr. Hoffmann, christian.hoffmann@umweltconsulting.biz, Tel.: (0 30) 68 08 86 22.